Brains be like...

Die meisten kennen wohl dieses Gefühl: Man liegt abends nach einem langen harten Tag im Bett und will einfach nur schlafen. Wennd a nicht das liebe Hirn wäre.

Je härter der Tag war, desto schwieriger ist es für mich, Ruhe zu finden und einzuschlafen. Meine Gedanken kreisen dann immer wieder um dieselben Sachen. Stundenlang grübelt man über Sachen die schon weit zurück oder noch in ferner Zukunft liegen und das in einem Tempo als müsste es für jedes Problem schon am nächsten Tag eine Lösung geben. So geht es meistens stundenlang, immer im Kreis, wie auf einem nie endenden Karussel, bis einem schwindelig wird und man einfach nur aussteigen möchte, einfach mal raus aus dem Alltagszirkus. Etwas erleben, ganz weit weg, möglichst weit weg von allem gewohnten, damit man einfach mal vergessen kann. Damit man sich nicht jeden Tag mit den ganz alltäglichen und aussergewöhnlichen Problemen rumschlagen muss, nicht jeden Tag durch dieselbe öde Routine gehen muss. Nicht ständig dieselben Gedanken hat. 

So liegt man da, versucht sich abzulenken mit schlechten Filmen und superlahmen Serien, mit Geschichten vom Alltagsleben anderer Menschen und ihren Problemen. Und immer öfter, je älter man wird, denkt man: Oh man, so ging es mir auch mal! Das habe ich auch schon erlebt. Man erinnert sich wie es einem ging, lacht oder weint, versucht es zu vergessen oder sich zu erinnern. Und dann denkt man schon wieder über die Dinge nach die einen schon die ganze Zeit wach halten. Es scheint so als würden die ungelösten Probleme im Leben immer mehr werden, bis sie sich am Ende eines Lebens stapeln und einen fast schon erdrücken. Als ich ein Kind war meinte meine Mutter knallhart zu mir: Ich glaube alte Menschen sind froh wenn sie endlich gehen können. Ich habe sie für bekloppt erklärt. Heute denke ich: vielleicht hatte sie doch recht. So schön das Leben auch sein kann, am Ende eines Lebens hat man so vieles erlebt, positives wie auch negatives, dass es vielleicht wirklich eine Erleichterung ist alles hinter sich zu lassen, auszubrechen und weit weit weg zu gehen. Und endlich schlaf zu finden

30.9.14 20:08

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